Sopranistin


… noch ein Sopran!

                               aber ein Sopran, der Noten lesen kann ;-)

Eva Leonardy – Hörprobe aus Messiaen Vocalise

In eine musikalische Familie hineingeboren (Großvater war Komponist, Vater ist Pianist, Mutter ist Malerin und Konzertmanagerin, Bruder ist Organist und Kantor in Saarbrücken) sollte sie eigentlich mit der musikalischen Tradition brechen und Physikerin werden, aber nach ihrem ersten erfolgreichen solistischen Gesangsauftritt in der dritten Grundschulklasse mit Peter Cornelius’ „Drei Kön’ge“ macht sie den Eltern einen Strich durch die Rechnung und erwählte doch die Musik. Und zunächst war es die Violine, die künstlerisches Ausdruckmittel wurde.

Nach einem Violinexamen an der Hochschule für Musik und Theater des Saarlandes schwenkte Eva Maria Leonardy aber um, der Gesang wurde ihr Medium. So absolvierte zwei weitere Examen mit Gesang, Stimmbildung, Oratorium, Konzert- und Liedgesang in Saarbrücken und an der Hochschule für Musik Karlsruhe unter der Führung von Prof. Christiane Hampe und Siegmund Nimsgern.

Nach dem Studium konzentrierte sie sich ganz auf den Gesang und Meisterkurse bei Marius von Altena, Barbara Schlick und Emma Kirkby rundeten ihre musikalische Bildung ab. Besonders die Arbeit mit Christoph Prégardien inspirierte sie zu einer eigenen Interpretation von Musik, bei der die Einheit von Körper, Atemführung und musikalischer Linie im Vordergrund steht.

der Spannungsbogen einer Melodie, sei sie nun 1000 Jahre oder 3 Minuten alt, ist das oberste Ziel ihrer Interpretation.

Heute ist sie gefragte Konzert – und Liedsängerin, zahlreiche Konzerte, CD-, Rundfunk – und Fernsehproduktionen, Liederabenden und Oratorien in mehreren Festivals in Europa bis hin nach USA und Japan belegen dies. Ihr Repertoire erstreckt sich von mittelalterlichen Gesängen, von gregorianischen Chorälen von Hildegard von Bingen über Lautengesang von John Dowland über die bekannten Oratorien der Klassik und Romantik bis hin zu zeitgenössischer Musik von Paul Hindemith, Leonard Bernstein und Arvo Pärt, sogar bis hin zu einem Cross-Over-Programm, bei dem sich E-Musik und U-Musik mit einer Bühnenshow zusammen mit klassischen Werken kreuzen.

Neben ihrer Konzerttätigkeit ist sie auch noch eine interessierte überregional tätige Gesangspädagogin. Sie betreibt ihr eigenes Gesangsstudio Stimm-T, hat einen Lehrauftrag für Stimmbildung der Jugendkantorei an der Domsingschule und am Bischöflichen Priesterseminar, ist Dozentin für chorische Stimmbildung bei mehreren Kinderchorseminaren, “Vocalchoach” mehrerer Chöre und leitet Seminare für Gesang, Atemtechnik und Liedinterpretation. Sie hielt auch mehrere Vorträge und Workshops über die Themen Körperstatik, Stimmphysiologie, Besonderheiten der Kinderstimme und die Zusammenhänge von Stimme und Kinesiologie.

Immer weiter interessiert an den Zusammenhängen zwischen Körperfunktionen und dem Gesang macht sie regelmäßig Fortbildungen aus dem Bereich der Kinesiologie. Touch for Health bildet dabaie die Basis, Brain-Gym aktiviert Gehirn und Körper zum Lernen, Hyperton X lässt die hypertonen = verspannten Muskeln sich längen. Die Suche nach weiteren Methoden zur Verbesserung der Stimme und deren engen Verbundenheit zur Psyche führen sie zur Hypnose. All diese Weiterbildungen machten sie zur geprüften Kinesiologin, zur Selbsthilfetrainerin für Touch for Health, Brain-Gym, Hyperton X und Hypnose, zum Praktiker für Brain-Gym.

Ein Buch ist darüber entstanden: auf Wunsch vieler Workshop-Teilnehmer hat sie ihr tägliches Körperwarmup mit Kinesiologie in dem „Bewegten Sänger“ zusammengestellt. Weitere Publikationen in Fachzeitschriften sind entstanden, ein weiteres Buch ist in Arbeit.

Damit nicht genug ist Eva Maria Leonardy ein sehr kreativer Mensch, sie entwirft und näht ihre Konzertkleidung selbst.

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